KOBELCO BAGGER-GROßAUFTRAG MIT "SIGNALWIRKUNG"

Quelle: Baumagazin-online.de

Auf der Bauma 2019 war das Paket geschnürt worden – im Herbst wurden dann alle Bagger geliefert. Der Lingener Abbruch-, Erdbau- und Recycling-Spezialist Moß entschied sich erstmals für insgesamt zehn Kobelco-Kettenbagger von 15 t bis 38 t. Für Lieferung und Betreuung der Maschinen in aktueller EU-V-Ausführung sowie der für 2020 bestellten weiteren drei Bagger zeichnet der ebenfalls in Lingen ansässige nordwestdeutsche Kobelco-Händler Herbers Baumaschinen zuständig.

Im Jahr 1963 gegründet, entwickelte sich Moß Abbruch-Erdbau-Recycling bis heute zu einem führenden Abbruchspezialisten mit vielseitigem überregionalem Leistungsangebot. In zweiter Generation leitet Markus Moß das Familienunternehmen mit heute 160 Mitarbeitern – unterstützt von Ehefrau Astrid und den im Betrieb tätigen Kindern Nina, Matthis und Mika.

Das westliche Niedersachsen, die Stadtstaaten Bremen und Hamburg, der Niederrhein sowie das Ruhrgebiet umfasst das Einzugsgebiet für Abbruch-, Erd- und Tiefbaumaßnahmen, die Moß in Eigenregie oder als ARGE-Partner von Lingen aus abdeckt. Dazu zählen Großprojekte im Infrastruktur- und Industrierückbau – etwa die Lennetal-Autobahnbrücke an der A 45 als bislang längster Brückenabbruch Deutschlands – komplexe innerstädtische Maßnahmen mit großen Gebäudehöhen und enger Nachbarbebauung sowie Flächenerschließungen bzw. -sanierungen mit fachgerechter Wiederverwertung oder Entsorgung auch kontaminierter und gefährlicher Abfälle.


Die vorgehaltene mobile Aufbereitungstechnik kommt auch direkt am Standort Lingen zum Einsatz, wo das Unternehmen auf über 80 000 m² ein zertifiziertes Recycling-Zentrum zur Annahme und Behandlung von Abfällen und für die Produktion gütegeprüfter Recycling-Baustoffe betreibt.

Zur Bewältigung des vielseitigen Leistungsspektrums setzt Moß insbesondere auf eine umfangreiche eigene Maschinenflotte mit mehr als 60 Spezial- und Großbaggern – darunter mit 50 m Reichhöhe Deutschlands höchster Abbruch-Longfront-Bagger mit Wechselausrüstung. Weitere über 30 Erdbaugroßgeräte und die eigene Transportlogistik mit rund 40 Fahrzeugen für Maschinen und Massen komplettieren den Fuhrpark, der herstellerübergreifend regelmäßig erneuert und aufgestockt wird.



Leistung im Paket

Mit einem Großauftrag über zehn Maschinen hielt im vergangenen Jahr erstmals Kobelco-Technologie Einzug in die Baggerflotte von Moß. Neben einem kompakten 15-t-Kurzheckbagger SK140SRLC-5, der sich trotz großer Reichweite des Standardauslegers mit 3 890 mm Schwenkraum und einem besonderen Hinterwagen-Design für den Betrieb auf engen innerstädtischen Baustellen eignet, umfasste das Paket vor allem die mittlere Leistungsklasse der derzeit mehr als 30 Baureihen zählenden Kobelco-SK-Kettenbagger von 1 t bis 85 t Betriebsgewicht.

Die jeweils drei gelieferten SK260NLC-10E (26 t, 138 kW), SK300NLC-10E (30 t, 200 kW) sowie SK350NLC-10E (36,5 t, 213 kW) verfügen über Monoblockausleger und transportfreundliche »schmale« Lauf­werke. Mit Abgasrückführung, SCR-Nachbehandlung und Dieselpartikelfilter erfüllen die Hino-Motoren jetzt die aktuelle Abgasstufe EU-V, wobei laut Kobelco die treibstoffeffiziente Leistungscharakteristik erhalten blieb. Über die Betriebsmodi »Eco«, »S« und »H« lassen sich das Ansprechverhalten und die Kraftentfaltung an die Arbeitssituation anpassen. Zusätzliche Funktionen wie Leerlaufabschaltung bzw. Power-Boost-Funktion zur kurzfristigen Leistungserhöhung unterstützen den Bediener im produktiven Arbeiten. Die ergonomisch optimierte Fahrerkabine wartet mit Multifunktions-Display, Übersichtlichkeit und einem Schutz vor Schall-, Staub- und Vibrationsbelastungen auf.

Nach bereits wenigen Betriebswochen äußerten sich die bei Moß fest den einzelnen Maschinen zugeteilten Maschinisten durchweg positiv über »ihre« Kobelcos, wobei sie insbesondere das direkte, feinfühlige Ansprechen der Maschinensteuerung unter allen Betriebsbe­dingungen herausstellen. Via Fernzugriff und Ausgangschecks vor jedem Einsatz hält Moß auch die Verbrauchs- und Betriebskosten im Blick – auch hier konnte die Kobelco-Technik im internen Markenvergleich punkten.

Während die drei SK350 nach Anpassung des bei Moß gebräuchlichen Schnellwechslers (OQ80) mit unterschiedlichen Löffelgrößen und Anbaugeräten arbeiten, ließ Markus Moß die sechs kleineren SK260 und SK300 durch einen Spezialisten für die besonderen Herausforderungen spezieller Baustellen anpassen.

Erfolg für Händler und Marke

Verantwortlich für die Gesamtabwicklung der nach knapp sechs Monaten nach Auftragsvergabe ab September 2019 abgeschlossenen Lieferung zeichnete der Kobelco-Händler Herbers Baumaschinen mit Hauptsitz in Lingen. 2013 übernahm Geschäftsführer Ralf Herbers als einer der ersten von heute sieben Regionalpartnern im deutschlandweiten Kobelco-Vertriebsnetz die Vertretung des traditionsreichen japanischen Herstellers, der selbst erst kurz zuvor unter eigener Flagge nach Europa zurückgekehrt war. Mit heute 25 Mitarbeitern und einer Niederlassung in Bremen betreut Herbers Baumaschinen den nordwestdeutschen Raum mit den Schwerpunkten Erdbau und Abbruch.

Entsprechend bedeutsam ist der abgeschlossene Auftrag mit dem Großkunden Moß auch für den deutschen Kobelco-Vertrieb: »Gerade im margensensiblen und dabei terminkritischen Abbruch muss sich eine Marke eine gewisse Reputation verdienen. Entscheidet sich ein ›Big Player‹ wie Markus Moß für Kobelco, sind wir auf dem richtigen Weg. Zumal solch prominente Platzierungen natürlich auch ihre Auswirkungen auf unser inzwischen um diverse Spezialabbruchlösungen und leistungsstarke Großbagger um 50 t und mehr ergänzte Angebot in Deutschland haben werden«, erklärt Hanns-Markus Renz, Kobelco-Vertriebsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Weiteres Maschinenpaket

Und auch für die 2003 gegründete Herbers Baumaschinen gestaltet sich das »Heimspiel« mit Moß sehr erfreulich. Umfasst der Großauftrag bereits die langfristige Serviceunterstützung über fünf Jahre bei voraussichtlich mehr als 8 000 Betriebsstunden, ging kurz vor Jahresende die Order für ein weiteres Maschinenpaket ein: Neben einem 50-t-Bagger SK500LC-10 entschied sich Moß mit zwei 8-t-Kurzheckbaggern SK75SR-7 jetzt auch für die Kobelco-Midi-Klasse.